Reine Nervensache – Elektrosmog beeinflusst das Nervensystem und so das Hören

Hören ist ein aktiver Prozess

Hören wir das, was mechanisch in das Innenohr kommt? Nein! Hören ist ein komplexer Prozess – zumindest, wenn es um Musik geht. Denn in der Musik haben wir es mit einer extrem komplexen Situation für das Hörsystem zutun. Diese Situation gilt es für den Hörer zu analysieren, zu vereinfachen und zu korrigieren. Dies ist ein aktiver und zugleich intelligenter Vorgang, der alles verändert. Wir hören letztendlich in der Musik nicht das, was an Schall da ist, sondern durch Selektion (Cocktailparty Effekt), was wir hören wollen und durch Vergleichsprozesse mit dem Erlernten das, was wir meinen da zu sein!

Was bedeutet dies im Einzelnen:

Konzentration auf einen Musiker

Der Musikhörer konzentriert sich auf einen Musiker. Der Mensch kann sich nicht auf alle Musiker gleichzeitig konzentrieren. Dabei wird der Musiker, auf den sich der Hörer konzentriert, quasi modelliert. Details, auf die man sich konzentriert, werden verstärkt und Dinge, auf die man sich nicht konzentriert, abgeschwächt. Dies geschieht auch mechanisch unter zentraler Mithilfe des cochlearen Verstärkungsmechanismus. Die akustischen Signale werden so bis zum Faktor 1000 verändert.

Siehe „pumping up the ear“. Website 146th ASA Meeting, Austin, TX

Video von inneren Haarzellen, die durch äußere Haarzellen in Bewegung gesetzt und verstärkt werden.

Video von inneren Haarzellen, die durch äußere Haarzellen in Bewegung gesetzt und verstärkt werden.

Quelle: http://www.acoustics.org/press/146th/mountain.htm

Äußere Haarzellen, die elektrisch stimuliert werden. Diese sind Motorzellen für den cochlearen Verstärker. Diese sind in den Prozess des intelligenten Hörens eingebunden.

Äußere Haarzellen, die elektrisch stimuliert werden. Diese sind Motorzellen für den cochlearen Verstärker. Diese sind in den Prozess des intelligenten Hörens eingebunden.

Quelle: http://www.acoustics.org/press/146th/mountain.htm

Dieser Cochleare Verstärker ist binaural in komplexe Regelmechanismen mit der Cochlear (unter anderem den Olivenkernen) und dem Gehirn verbunden. Hier entsteht so etwas wie Dynamik, Detailreichtum, Durchhörbarkeit – alles was wir aus der Psychoakustik und der Hörsamkeit kennen

Ausblenden anderer Musiker

Das bedeutet aber auch, dass andere Musiker als Störschall unterdrückt werden und dadurch unklarer, unschärfer werden. Das geht so weit, dass Sie Musikhörer fragen können, ob diese bestimmte Instrumente in großen Orchestern gehört haben und diese dies verneinen, obwohl diese eindeutig (wenn man sich darauf konzentriert) zu hören waren.

Ausblenden der Raumakustik

Diese dem Cocktailparty Effekt geschuldeten Hörphänomenen ist auch die Tatsache zu verdanken, das raumakustische Eigenschaften wie Hall, auch vom Hörer unterdrückt werden. Dies kann man leicht kontrollieren, indem man eine Life-Situation mit einer Aufnahme vergleicht. Die Aufnahme ist immer verhallter. Dies ist auf die Tatsache zurück zu führen, dass die Raumakustik als Störschall unterdrückt wird, um die Information, auf die man sich konzentriert, besser hören zu können. Dies ist auch einer der verblüffendsten Effekte, wenn man die Musik&Akustik Entstör-Technik in halligen Räumen einsetzt. Life erzeugter Schall, wie auch die Sprache, wirkt sehr deutlich ruhiger und weniger verhallt.

Korrigieren des Schalls durch Erlebtes

Wir sprechen hier aber von einer HiFi-Widergabe, wenn wir über Musik sprechen. Dabei tritt ein besonderes Problem auf – das von mir so genannte Zweiraum – Problem. In der Aufnahme ist der Aufnahmeraum enthalten. Diese Rauminformation wird nun in einen zweiten Raum übertragen. Das bedeutet, der zweite Raum überlagert, teilweise sehr intensiv, die erste Rauminformation und verwirrt den Hörer. Es gibt nicht eine richtige Rauminformation – es gibt zwei!

Wenn sich der Hörer aber in die Musik fallen lässt und Musik aus einer Kirche hören will, dann hört er die Raumakustik aus der Kirche und unterdrückt alle Informationen, die da nicht hinpassen! Wir hören nicht das, was da ist, sondern das, was wir wollen! Das ist aber pure Gehirnleistung.

Korrigieren der Ortung

Das Korrigieren der Ortung der Musiker, des Halls, usw. bedeutet eine besonders gute „Einbildung“ oder anders gesagt Korrektur des tatsächlichen Schalls. Die Ortung erfolgt neben der reinen Intensivitäts- und Laufzeitunterschieden zwischen den Ohren auch durch Frequenzgangunterschiede in der Amplitude und der Phase, die sich durch Reflexionen am Torso, Kopf und dem Außenohr ergeben. Dies sind die kopfbezogenen Transfer-Funktionen (HRTF). Diese sind bei jedem Menschen individuell und verändern den Frequenzgang je nach Richtung um ca.20dB (siehe Bild unten). Die Ortung über Echo vernachlässigen wir hier für die Betrachtung. Insbesondere bei der Ortung in der räumlichen Höhe sind die HRTF´s entscheidend für die Ortung.

Im HiFi Stereo ist aber die reale Schallquelle immer an gleicher Stelle! Das bedeutet, wenn sich der Standort der virtuellen Quelle ( z.B. horizontal 30°) von der realen Quelle (Lautsprecher auf 60°) unterscheidet, sind der Amplituden-Frequenzgang und der Phasen-Frequenzgang gegenüber der Life-Situation im Aufnahmeraum immer extrem falsch (20dB) (siehe Bild unten)! Dies ist nur beim Menschen so (HRTF), nicht beim Mikrofon! Dies muss der Mensch ignorieren und korrigieren. Das ist Gehirnleistung! Steht diese nicht zur Verfügung, so kleben die Musiker und der Raum an den Lautsprechern!

HRTF

Natürlicher Klang ist reine Nervensache

Wir sehen also, natürliche Musikempfindung ist ohne menschliche Korrektur der von der HiFi-Anlage wiedergebenen Information unmöglich. Daher ist für den natürlichen Klang im HiFi ein perfektes Nervensystem ohne äußere Störung eine grundlegende Voraussetzung! Aber genau dies ist durch Elektrosmog nicht mehr gegeben. Eine besondere Nervenstörung ist das von Prof. Dr. Magda Havas dargestellte Dirty Power Problem. Dahinter verbirgt sich, dass Oberwellen auf dem Stromnetz das Nervensystem der im Raum befindlichen Personen beeinflussen. Diese Oberwellen können auch nur geringe Spannung im Bereich von wenigen Millivolt sein. Beachtenswert ist, dass die kritischen Frequenzen des Dirty Power Phänomens auch im ganz normalen HiFi-Betrieb bei HiFi-Geräten auftreten.

Daher messen wir sehr genau den Elektrosmog im Dirty Power Bereich von 2.000 – ca. 100.000 Hz (Niederfrequenz) um Gegenmaßnahmen zu Entwickeln.

Im unteren Video zeigt Magda Havas den Zusammenhang zwischen Dirty Power und dem Nervensystem von Multiple Sklerose Kranken. Dies ist interessant, da das Nervensystem von Multiple Sklerose Kranken durch die Krankheit vorgeschädigt ist und sofort Veränderungen zu sehen sind.

Hier zum Magda Havas Video auf YouTube

Dieses Thema werden wir noch weiter vertiefen.


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