ATHEM – Studie zeigt Einfluss auf das Hören

Untersuchung athermischer Wirkungen elektromagnetischer Felder
im Mobilfunkbereich(ATHEM), Forschungsbericht 2009

Immer wieder wird mir bei meinen Vorträgen auf der High End, oder High End on Tour oder den Workshops die ich abhalte entgegen gehalten, das es doch keinen wissenschaftlichen Beweis für den Einfluss von elektromagnetischen Feldern auf den menschlichen Körper gibt. Es gäbe doch wissenschaftlich bewiesen nur eine thermische Wirkung – also eine Wärmewirkung. Das ist ja auch die „wissenschaftliche“ Grundlage der deutschen Gesetzgebung in diesem Bereich.

Das dies eine – formulieren wir es mal vorsichtig – sehr selektive Sichtweise ist, die allen seriösen Regeln wissenschaftlichen Arbeitens wiederspricht sollte man nach den unzähligen Diskussionen über DECT – Telefone, Energiesparlampen, Handys und WLAN eigentlich wissen. Wer aber mehr wissen will, der findet hier einen Einstig.

 

Hier ein interessantes Video über die neueste Forschung (englisch) http://www.mobilfunkstudien.org/dokumentationen/d-f/davis-vortrag-zum-stand-der-wissenschaft.php#w2dptab404312a0be07e970c

 

Die AUVA (Allgemeine Unfallversicherungsanstalt) gab eine Studie an der Medizinischen Universität Wien in Auftrag um die Risiken von Mobilfunk besser abschätzen zu können. Die gesamte Studie finden Sie hier. Diese Studie enthält eine interessante Untersuchung für den HiFi Bereich. Die Forschergruppe 2 beschäftigte sich mit kognitiven Einflüssen von GSM – 900 und UMTS Mobilfunksignalen. So auch auf Antworten des Zentralnervensystems auf akustisch erzeugte Reize.

Mensch1

Zitat 3.1.3 Ergebnisse:
„Einige aus den Hirnströmen ableitbare Antworten des Zentralnervensystems auf akustische und optische Reize (sogenannte evozierte Potenziale) waren noch ca.
30 Minuten nach der Exposition signifikant verändert.“

Ableitungen

Abb. 3.10: Gesamtmittel der akustisch evozierten Potentiale in den GSM Versuchsbedingungen während der Expositionsphase (P1) an den parietalen Ableitungen (P3, P4). Die
Sham-Bedingung ist zur besseren Vergleichbarkeit als helle Linie in allen vier Grafiken
eingezeichnet. Die expositionsbedingt statistisch signifikant abweichenden Komponenten
sind mit einem Stern markiert.

Zitat: Die Ableitungen an den frontalen und zentralen Lokalisationen zeigen ähnliche aber schwä- chere Effekte. Bei allen Expositionsbedingungen waren frühe (vor Auftreten einer bewussten Wahrnehmung) Potentialkomponenten signifikant verändert. Die Negativierung ca. 40 ms nach Reizbeginn, war bei allen Expositionsbedingungen auf der linken wie der rechten Seite im Gegensatz zur Sham-Bedingung nicht oder kaum vorhanden, während die N100 Komponente bei den Expositionsbedingungen eine stärkere Negativierung zeigte. Bei den von Links erfolgenden Expositionen war auf der rechten Kopfseite eine höhere P200-Amplitude aufgetreten.
Die evozierten Potentiale in der zweiten Versuchsphase (also ca. 30 Minuten später) ohne Exposition zeigten teilweise noch immer die während der Exposition aufgetretenen Veränderungen.

Es zeigen also neben den von Prof. Dr. Med. Karl Hecht ins Deutsche übersetzten älteren wissenschaftlichen Studien aus der ehemaligen Sowjetunion die nur an Tieren durchgeführt wurden, nun auch die ATHEM – Studie am Menschen eine eindeutige Veränderung akustisch stimulierter Reize im zentralen Nervensystem. Dies ist auch im Kontext der wissenschaftlichen Veröffentlichung von Prof. Dr. Peter Semm bezüglich der Veränderung von Nevenimpulsen bei Zebrafinken (60% feuerten falsch unter GSM Bestrahlung) besonders interessant. Semm stellte fest, dass weit unter den deutschen Grenzwerten die Nervenzellen falsch feuerten wenn das Signal gepulst wurde. Wenn das Signal nicht gepulst wurde traten keine Veränderungen in der Nerventätigkeit auf. Auch Prof. Dr. Magda Havas stellte Nervenstörungen bei pulsierenden elektromagnetischen Feldern fest – allerdings auch bei Niederfrequenz.
Dies bedeutet dass alle Studien sich hier gegenseitig bestätigen. und für den HiFi-Bereich mit seiner Digitalisierung einerseits Probleme Sichtbar werden, andererseits gleichzeitig Wirkmechanismen deutlich werden, die bisher unerklärliche Klangphänomene erklären helfen.

Norbert Maurer


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